Der historische Roman von Edward Bulwer-Lytton stellt den Ausbruch des Vesuv am 24. August 79 als Naturkatastrophe dar, der Schuldige auf grausame Weise zum Opfer fallen, während Unschuldige gerettet werden.
Entstehung: Die ab 1748 freigelegten, durch einen vulkanischen Ascheregen konservierten Überreste von Pompeji gehörten bereits im 18. Jahrhundert zum Programm einer Italienreise. Das wachsende Interesse an den spektakulären Funden legte den Versuch nahe, die »mumifizierte« Stadt getreu den archäologischen und kulturgeschichtlichen Kenntnissen literarisch zum Leben zu erwecken.
Inhalt: Ein umfangreiches Personal aus Römern, Griechen und Ägyptern veranschaulicht Pompeji als hellenistischen Schmelztiegel, in dem der (betrügerische) Mysterien- und Orakelkult der Göttin Isis mit der Heilslehre der »Nazarener« konkurriert. Das Spektrum der Figuren reicht vom Sklaven bis zum Großhändler, das der Szenen vom Gladiatorenkampf in der Arena bis zum Festmahl. Die teilweise kriminalistische Handlung mit der Entlarvung eines Mörders wird durch die Feindschaft zwischen dem Ägypter Arbazes und dem Athener Glaukus vorangetrieben. Letzterer entgeht mit der Geliebten Jone dem Verderben und beide nehmen das Christentum an.
Wirkung: Das literarische Historienbild begeisterte auf Anhieb eine breite Leserschaft und bereits 1835 konnte das Londoner Adelphi Theatre für den »extraordinary hit« der Bühnenfassung werben. Die letzten Tage von Pompeji erfuhr zahlreiche Verfilmungen.
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