Band 1: Bis zur Abschaffung des römischen Königtums
Band 2: Von der Abschaffung des römischen Königtums bis zur Einigung Italiens
Band 3: Von der Einigung Italiens bis auf die Unterwerfung Karthagos und der griechischen Staaten
Band 4: Die Revolution
Band 5: Die Begründung der Militärmonarchie
Für dieses Werk erhielt Mommsen 1902 den Literaturnobelpreis. Dabei hatte Theodor Mommsens „Römische Geschichte“ bei ihrem Ersterscheinen 1854 zunächst einen Skandal hervorgerufen. In akademischen Kreisen fand man das Werk unseriös und attestierte ihm einen schlechten Zeitungsstil. Doch das internationale Lesepublikum war sofort begeistert und machte das Werk zu einem der ganz großen Sachbuchbestseller des Jahrhunderts. Denn der junge Wissenschaftler schrieb mit ungewohntem Enthusiasmus, gerade das Leitartikelbenzin lässt die Sätze hämmern und rasen.
Mommsen schaffte es, nicht nur Vergangenes zum Leben zu erwecken, er machte die Geschichte der römischen Republik zu einem Spiegelbild seiner Zeit, und gerade dies wurde (und wird) vom gebildeten Publikum goutiert.
Mommsen kannte als Abgeordneter im Berliner Reichstag den politischen Alltag, für ihn waren wissenschaftliches und politisches Engagement stets untrennbar miteinander verbunden. Auch deshalb suchte Mommsen in Roms Geschichte die deutsche Gegenwart, schrieb modern, kompromisslos und packend, mit Zorn und Leidenschaft, scheute keine Aktualisierung und kein Verdikt. ‚Mangel an Ruhe und Würde‘ beklagten konservative Zeitgenossen, und genau deswegen altert das Werk kaum.
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